ist Gesundheit das Gegenteil von Krankheit

GESUNDHEIT – das Gegenteil von Krankheit?

IST GESUNDHEIT TATSÄCHLICH DAS GEGENTEIL VON KRANKHEIT?

Was ist Gesundheit? Fühlen wir uns gesund, wenn wir keinen Schnupfen haben, wenn wir kein Kopfweh haben?

Dr. Dr. Martin Stieger hat recherchiert: „Im österreichischen Gesetz findet sich keine Definition über Gesundheit, es gibt aber im Sozialversicherungsrecht eine Definition über Krankheit: „Krankheit ist ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand, der die Krankenbehandlung notwendig macht.“ Über Gesundheit wird nur insofern im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz geschrieben: „Unter Gesundheit ist physische und psychische Gesundheit zu verstehen„. (Siehe youtube->)

Die WHO hat 1948 bereits Gesundheit definiert:

WHO - Definition Gesundheit

Gesundheit geht also über den Krankheitsbegriff hinaus!

In diesem Beitrag widmen wir uns dieses wichtigen Teils, der uns gesund sein lässt.

Wissenschaftler haben sich dazu Gedanken gemacht!

SALUTOGENESE

Salutogense ist ein Gesundheitskonzept, das vom israelisch-amerikanischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky entwickelt wurde. Es wurde der Frage nachgegangen: „Was erhält Menschen gesund?“  Dies war eine grundlegende Perspektivveränderung gegenüber der bis dato angewendeten Pathogenese, die sich die Frage stellt: „Warum wird der Mensch krank?“

1970 entdeckte Antonovsky bei einer Erhebung, dass 29 % der Gruppe von Frauen, die die Qualen des Konzentrationslagers im Zweiten Weltkrieg überlebten, körperlich und psychisch gesund waren. Dies erstaunte ihn und er fragte sich, auf welche Ressourcen diese Frauen zurückgreifen konnten.

Antonovsky hat dazu das Kohärenzgefühl beschrieben, das ein Gefühl der Stimmigkeit ist. Drei Komponenten sind dabei wichtig:

  •  Das Gefühl der Verstehbarkeit, das bedeutet Zusammenhänge des Lebens zu verstehen.
  •   Das Gefühl der Handhabbarkeit oder Bewältigbarkeit, die Gewissheit unser Leben selbst gestalten zu können.
  •   Das Gefühl der Sinnhaftigkeit, zu wissen wo der Sinn unseres Lebens liegt.

Alle drei Aspekte gemeinsam machen, dass wir innere Ressourcen entwickeln, die uns ein gesundes Leben ermöglichen.

MASLOWSCHE BEDÜRFNISPYRAMIDE

Abraham Harold Maslow war ein US-amerikanischer Psychologe. Er war der Gründer der humanistischen Psychologie und führte 1954 den Begriff „positive Psychologie“ ein.

Bekannt wurde Maslow durch seine Bedürfnispyramide. Dabei untersuchte er anhand bedeutender Persönlichkeiten, wie Albert Einstein und Eleanor Roosevelt die menschlichen Bedürfnisse und Motivationen.

Die Bedürfnispyramide besteht aus 5 Ebenen.

Die unterste Ebene umfasst unsere Grundbedürfnisse, wie Hunger, Durst oder Schlaf.

Die zweite Ebene steht für unser Sicherheitsbedürfnis. Sei es das Schützen vor Gefahr oder materielle und berufliche Sicherheit.

Die dritte Ebene enthält die sozialen Bedürfnisse, die Familie, Freunde oder die Zweisamkeit.

Die vierte Ebene beinhaltet unsere Individualbedürfnisse. Dinge, wie Erfolg, Lob, Anerkennung sind damit gemeint.

Die fünfte und oberste Ebene umfasst die Selbstverwirklichung. Hierzu zählt alles, das unserer Persönlichkeit hilft, sich zu entfalten. Sei es Hobbys, Interessen verfolgen oder eigene Ideen umsetzen.

Maslowsche BedürfnispyramideWichtig dabei ist zu wissen, dass eine höhere Stufe nur erreicht werden kann, wenn die niedereren Stufen bereits erreicht wurden.

Ist es uns möglich, alle fünf Ebenen in unser Leben zu integrieren, erreichen wir das Höchstmaß an Zufriedenheit, das wiederum unserer Gesundheit guttut.

AUSREICHEND SCHLAF

Chronischer Schlafmangel ist heutzutage für viele Menschen ganz normal. Sieben Stunden Schlaf sollten es laut Schlafforschern sein. 25 % der deutschen Bevölkerung schlafen jedoch nur sechs Stunden, jeder zehnte deutsche Bürger schläft sogar nur fünf Stunden pro Nacht.

Doch was passiert mit uns bei Schlafmangel?
Es ist erwiesen: Wer regelmäßig zu wenig schläft, ist weniger leistungsfähig. Die Konzentration lässt nach und wir vergeuden praktisch Zeit, indem wir inkonsequent, fehleranfällig und langsamer arbeiten, anstatt frisch und ausgeruht die Arbeitszeit zu nutzen.

Zu glauben, dass wir unseren Schlafmangel am Wochenende ausgleichen können, ist laut wissenschaftlichen Studien nicht richtig.

Gleichzeitig zum Konzentrationsmangel verlangsamt sich unsere Reaktionszeit. Wir reagieren nicht mehr so schnell. Wir brauchen doppelt so lange oder wir starren Sekunden ins Nichts. Unser Gehirn reagiert dann nicht mehr und die Kommunikation zwischen Gehirn und Auge funktioniert nicht. Dies ist gefährlich, besonders im Straßenverkehr. Experten meinen, dass auf deutschen Straßen etwa doppelt so viele Menschen wegen des sogenannten „Mikroschlafs“ sterben, als durch Unfälle, die auf zu hohen Alkoholkonsum zurückzuführen sind.

Und was passiert in unserem Körper bei Schlafmangel?
Wir wissen, dass unser Gehirn auch im Schlaf aktiv ist. Wir verarbeiten das am Tag erlebte und speichern es in unserem Gedächtnis ab. Unser Gehirn räumt also auf. Gleichzeitig werden viele Stoffwechselprozesse im Schlaf ausgeführt. Diese stärken unser Immunsystem. Bei Schlafmangel riskiert man vermehrt, sich an einer Infektionskrankheit anzustecken.

Auch der Zuckerstoffwechsel arbeitet nicht wie gewohnt, dies ist beginnender Diabetes gleichzusetzen. Schlafmangel fördert Dickleibigkeit, weil unser Belohnungssystem im Gehirn durcheinandergerät. Unsere Fettzellen reagieren bei kurzen Schlaf nicht mehr richtig auf das Hormon Insulin und in Folge essen wir untertags mehr als nötig.

don#t bother me, i am sleepingRegelmäßig ausreichend schlafen, hält uns fit und gesund.

ENTSPANNUNG FÜR KÖRPER UND GEIST

Wir leben heutzutage ja im „Autopilotsystem“. 24 Stunden täglich sind wir quasi erreichbar. Handy, Internet und Unmengen von Fernsehsendern überfluten uns mit Informationen, die wir verarbeiten sollen. Dabei vergessen wir uns zu entspannen.

Wir brauchen Entspannung zur Regeneration.

In der Entspannung schütten wir Endorphine, unsere körpereigenen Glückshormone aus, die uns gelassener machen. Wir atmen bewusster und der Blutdruck sinkt. Unsere Muskeln entspannen sich und Sauerstoff kann besser im Blut zirkulieren. Unsere Energie kehrt zurück.

Schon fünf bis zehn Minuten Entspannung täglich stärkt unser Wohlbefinden!

Um Entspannung besser zu verstehen, ist es notwendig, unser vegetatives Nervensystem zu verstehen. Es liegt im zentralen Nervensystem und dient der Aufrechterhaltung unserer lebenswichtigen Körperfunktionen, wie atmen oder verdauen.

Unser vegetatives Nervensystem
Man unterteilt das vegetative Nervensystem in das sympathische und parasympathische Nervensystem.
Der Sympathikus dient dazu, dass wir auf Stress und Anspannung reagieren können, ideal um auch unsere Leistung zu steigern. Der Parasympathikus gilt als „Ruhenerv“. Dank ihm tritt Ruhe und Regeneration ein.

Als Gegenspieler ergänzen sie sich, doch zeitweise passiert es, dass wir zu sehr den Sympathikus aktivieren. Im Körper entsteht dadurch ein Ungleichgewicht, das uns Energien raubt.

gesund sein durch EntspannungWichtig ist es, deshalb den Parasympathikus zu aktivieren, durch Meditation, Fantasiereisen, autogenes Training oder auch einfach durch gezielte Atmung. Indem wir kurz einatmen und lange ausatmen. Etwa im Verhältnis eins zu drei. Beim Ausatmen wird der Parasympathikus aktiviert, der uns zur Ruhe kommen lässt. Indem wir dreifach so stark den Parasympathikus aktivieren als den Sympathikus beim Einatmen werden wir ruhig und kommen in die benötigte Entspannung.

Sebastian Kneipp über Gesundheit

Was machst Du für Deine Gesundheit? Was verhilft Dir zu mehr Wohlbefinden? Ich freue mich, wenn Du mittels Kommentar berichtest 🙂

Claudia Hernandez Mentaltrainerin
dipl. Mentaltrainerin

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